bvdm: Tarifverhandlungen der Druckindustrie ohne Einigung vertagt

bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens (Foto: bvdm)
bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens (Foto: bvdm)

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie am 24. Mai 2016 in Berlin endete nach fünf Stunden ohne Einigung. Intensive Gespräche haben zwar zu einem Entgegenkommen ver.dis geführt, aber noch immer orientiert sich die Gewerkschaft zu sehr an den Abschlüssen anderer Branchen als an der Situation in der Druckindustrie, kritisiert der Bundesverband Druck und Medien (bvdm).

Damit lägen die Forderungen der Gewerkschaft weit über dem Lohnniveau, das die Betriebe verkraften würden.

Die Arbeitgeber hatten ver.di in der zweiten Verhandlungsrunde am 03. Mai eine Lohnerhöhung von 1,2 % bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Das entsprach dem verständlichen Wunsch der Arbeitnehmer nach mehr Lohn, berücksichtigte jedoch auch die wirtschaftliche Situation der Betriebe.

bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens erklärte: „Die Gewerkschaft kennt die Situation der Druckindustrie. Sie ist nicht vergleichbar mit anderen Branchen, in denen momentan ebenfalls Lohnverhandlungen stattfinden. Daher erwarte ich, dass ver.di sich bis zur nächsten Verhandlungsrunde unserem Angebot wirklich ernsthaft entgegenkommt.“ Am 13. Juni 2016 werden die Gespräche in Frankfurt fortgesetzt. (bvdm)

Mehr Information, Daten und Fakten erhalten Sie laufend über: www.bvdm-online.de/tarif16

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